Buntglasmonster aus Skizzen
Stell dir eine Werkstatt vor, die aus einfachen schwarz-weißen Skizzen leuchtende Buntglasfenster macht. Hier entstehen aber keine normalen Porträts, sondern wilde Monster. Die Figuren haben Stacheln, drei Augen oder unmögliche Formen, die gegen jede normale Regel verstoßen.
Die üblichen Werkzeuge arbeiten wie Lehrlinge, die nur menschliche Gesichter kennen. Sie suchen Augen und Münder an festen Plätzen. Bei einem chaotischen Monster sind sie verwirrt, lassen Rahmen leer oder füllen sie völlig falsch aus.
Ein neues Verfahren löst das Problem beim Gerüstbau. Es analysiert die Zeichnung und macht die Bleiränder bei kleinen Details dicker, damit alles hält. Dazu wählt das System passend zur Struktur genau zehn Glasscherben als feste Farbpalette aus.
Jetzt arbeiten zwei Künstler parallel. Der erste trifft den Farbton der Palette perfekt, aber sein Bild wirkt flach und künstlich. Der zweite kümmert sich nur um Licht und Schatten für mehr Tiefe, greift aber bei den Farben oft daneben.
Der Trick ist, beide Ergebnisse zu verschmelzen. Die Werkstatt legt die präzisen Farben des ersten Künstlers über die realistischen Schatten des zweiten. So werden die flachen Flächen lebendig, und die falschen Farben werden korrigiert.
Am Ende leuchtet das Monster plastisch wie ein Aquarell, hat aber genau die richtigen Farben. Das beweist, dass sich selbst wilde Fantasiefiguren automatisch gestalten lassen, wenn man die Struktur der Farbe von der Textur des Lichts trennt.